17. September 2026
Humanoide Roboter mieten: Preise, Anbieter und wann sich Robot-as-a-Service lohnt
Humanoide Roboter mieten kostet in Deutschland ab rund 2.400 Euro pro Woche. Alle Anbieter, Tages- und Monatspreise und die Rechnung, ab wann sich Kaufen lohnt.
Bild: JJxFile, Wikimedia Commons · CC BY 4.0
Einen humanoiden Roboter in Deutschland zu mieten kostet je nach Modell zwischen etwa 2.380 und 7.735 Euro pro Woche, inklusive Mehrwertsteuer und ohne Transport. Für eine Tagesmiete verlangt AgiBot über seine im März 2026 gestartete Plattform ab 899 Euro. Das ist deutlich weniger, als die meisten erwarten, und zugleich deutlich mehr, als ein produktiver Dauereinsatz wirtschaftlich hergeben würde.
Genau darin liegt der Punkt. Wer heute einen Humanoiden mietet, mietet in aller Regel einen Auftritt, ein Testgerät oder ein Forschungsobjekt. Wer einen Arbeiter mietet, muss noch warten. Dieser Artikel sortiert die tatsächlich buchbaren Angebote, nennt die Preise, die die Anbieter öffentlich ausweisen, und rechnet durch, ab wann sich der Kauf stattdessen rechnet.
Warum Mieten gerade jetzt zum Thema wird
Die Zahlen aus der Auslieferungsstatistik erklären, warum das Mietgeschäft so schnell wächst. Im ersten Halbjahr 2026 wurden weltweit nur rund 19.100 humanoide Roboter ausgeliefert, wie unsere Auswertung dazu zeigt, wie viele humanoide Roboter es 2026 gibt. Bei einer so kleinen Basis hat jeder Hersteller das gleiche Problem: teure Geräte, wenige zahlende Kunden, und kaum jemand, der sechsstellig investiert, ohne das Gerät vorher im eigenen Betrieb gesehen zu haben.
Vermietung löst gleich drei dieser Probleme auf einmal. Sie senkt die Einstiegshürde für den Kunden, sie erzeugt beim Hersteller wiederkehrenden Umsatz statt einmaliger Verkaufserlöse, und sie liefert Betriebsdaten aus echten Umgebungen. Für ein Feld, in dem Trainingsdaten aus der realen Welt der knappste Rohstoff sind, ist der letzte Punkt vermutlich der wertvollste.
Hinzu kommt ein Nebeneffekt, der in der Statistik leicht übersehen wird: Ein Roboter, der vermietet statt verkauft wird, taucht in keiner Auslieferungszahl auf. Die Verbreitung dieser Maschinen ist also mit einiger Wahrscheinlichkeit etwas höher, als die Verkaufszahlen vermuten lassen.
Was das Mieten in Deutschland kostet
Der bekannteste deutsche Anbieter ist die Bipedal GmbH aus Leverkusen. Sie vermietet Modelle von Unitree, AgiBot und Booster Robotics wochenweise, die Mindestmietdauer beträgt eine Woche. Die folgenden Preise stammen aus dem öffentlichen Shop des Unternehmens und verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer, aber ohne Versand.
| Modell | Wochenmiete (brutto) | Typische Bauform |
|---|---|---|
| Booster Robotics K1 | 2.380 Euro | kleiner Humanoid, Entwicklung und Bildung |
| Booster Robotics T1 | 2.975 Euro | mittelgroßer Humanoid |
| Unitree G1 | 3.570 Euro | Humanoid, etwa 1,30 Meter |
| AgiBot X2 | 4.165 Euro | Interaktionsroboter, Events |
| Unitree H1 | 5.355 Euro | Humanoid in voller Baugröße |
| AgiBot A2, A3 und G2 | je 7.735 Euro | Humanoide für Industrie und Service |
Die Spreizung zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell beträgt gut das Dreifache. Sie folgt im Wesentlichen der Baugröße und der Frage, ob das Gerät greifen kann oder vor allem laufen, gestikulieren und sprechen soll.
Neben Bipedal bieten weitere deutsche Händler Vermietung an, etwa TONEART aus dem Musik- und Veranstaltungsbereich mit Unitree- und MagicLab-Modellen sowie mehrere Eventagenturen, die Roboter inklusive Bedienpersonal als Showprogramm buchbar machen. Bei Agenturangeboten stecken Aufbau, Betreuung und Choreografie im Preis, dafür sind die Tagessätze entsprechend höher und selten öffentlich ausgewiesen.
Wichtig beim Vergleich: Der Listenpreis ist selten der Endpreis. Hinzu kommen fast immer Hin- und Rücktransport in einem Flightcase, eine Kaution, eine Haftpflicht- oder Elektronikversicherung und, je nach Einsatz, ein geschulter Bediener. Welche Haftungsfragen dabei entstehen, behandelt unser Beitrag zu Haftung und Versicherung bei humanoiden Robotern ausführlicher.
AgiBot vermietet selbst: ab 899 Euro pro Tag
Der größte Einschnitt in diesem Markt kam vom Hersteller selbst. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte AgiBot am 2. März 2026 eine eigene Mietplattform vor. Die Konditionen: ab 899 Euro pro Tag, Mindestmietdauer ein Tag, keine Obergrenze nach oben, Abwicklung über den hauseigenen Onlineshop. Verfügbar ist der Dienst nach Unternehmensangaben in 17 Ländern und Regionen, darunter Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien und Nordamerika.
Dass ein Hersteller mit eigener Fertigung direkt an Endkunden vermietet, ist in dieser Branche neu. Für lokale Händler bedeutet es Konkurrenz, für Interessenten eine zweite Preisebene. Eine Woche über AgiBot kostet bei durchgehender Buchung rechnerisch mehr als eine Woche bei einem deutschen Vermieter. Wer den Roboter dagegen nur für einen Messetag oder eine Abendveranstaltung braucht, zahlt bei der Tagesmiete einen Bruchteil.
Zur Abwicklung arbeitet AgiBot mit lokalen Partnern zusammen, die Lieferung, Einrichtung und den Betrieb vor Ort übernehmen. Das ist mehr als eine logistische Fußnote. Es heißt, dass auch bei der Direktvermietung ein Mensch mitkommt, der das Gerät bedient. Der AgiBot A2 und die kleineren Modelle der X-Serie sind für diesen betreuten Einsatz ausgelegt, nicht für autonomen Betrieb ohne Aufsicht.
Der chinesische Massenmarkt: 145 Euro für 90 Minuten
Wie weit die Preise fallen können, wenn ein Anbieter auf Volumen geht, zeigt ein Blick nach Shanghai. Die Plattform Botshare, an der AgiBot als Hauptinvestor beteiligt ist, ging im Dezember 2025 an den Start und öffnete sich im Februar 2026 mit einem Einstiegspaket für Privatpersonen. Es kostet 999 Yuan, umgerechnet rund 145 Euro, und umfasst 90 Minuten Robotereinsatz inklusive eines Technikers, der Aufbau und Steuerung übernimmt. Gebucht wird über ein WeChat-Miniprogramm.
Eingesetzt werden die Geräte auf Hochzeiten, Geburtstagen und Firmenfeiern, wo sie Ringe überreichen, Gruppentänze aufführen oder Gäste begrüßen. Verfügbar sind unter anderem der kompakte X2 und die größere A2-Einheit. Für aufwendige Veranstaltungen reicht die Preisliste bis 99.800 Yuan pro Tag. Zum Start zählte das Netzwerk rund 600 Dienstleister und etwa 1.000 Roboter in knapp 50 Städten; inzwischen nennt das Unternehmen mehr als 100 Städte, bis Ende 2026 sollen es über 200 sein.
Das Preisniveau in China ist in kurzer Zeit eingebrochen. China Daily berichtete im Mai 2026, die Tagesmieten seien von rund 30.000 Yuan Anfang 2025 auf etwa 3.000 Yuan gefallen, also von umgerechnet knapp 3.900 Euro auf unter 400 Euro. Das 145-Euro-Paket für anderthalb Stunden setzt diese Bewegung fort und ist kein moderater Preisschritt, sondern eine bewusste Marktöffnung.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist der Techniker im Basispaket kein Service-Extra, sondern Voraussetzung. Von Plug-and-Play ist die Technik weit entfernt. Zweitens sind chinesische Preise nicht auf Deutschland übertragbar, weil Lohnkosten, Logistik und regulatorische Anforderungen hier anders aussehen. Als Signal, wohin sich das Preisniveau entwickeln kann, taugt der Fall trotzdem.
Robot-as-a-Service im gewerblichen Einsatz
Neben der Kurzzeitmiete gibt es ein zweites Modell, das sprachlich oft in einen Topf geworfen wird, wirtschaftlich aber etwas ganz anderes ist. Bei Robot-as-a-Service, kurz RaaS, kauft der Kunde keinen Roboter, sondern eine Leistung. Er zahlt monatlich oder pro geleisteter Stunde, der Anbieter stellt Hardware, Software, Wartung und Support und bleibt Eigentümer des Geräts.
Der am längsten laufende öffentlich bekannte Fall stammt aus der Logistik. Im Juni 2024 schlossen der Logistikdienstleister GXO und Agility Robotics einen mehrjährigen RaaS-Vertrag über den Einsatz von Digit in einem Lager. Es war die erste formale kommerzielle Vereinbarung dieser Art für humanoide Roboter. Die tatsächlich vereinbarten Konditionen haben beide Seiten nie veröffentlicht, weshalb kursierende Stundensätze mit Vorsicht zu behandeln sind.
Eine belastbare Größenordnung liefert stattdessen Agility Robotics selbst. In der Investorenpräsentation zum geplanten Börsengang per SPAC, veröffentlicht im Juni 2026, rechnet das Unternehmen beispielhaft mit rund 8.500 US-Dollar pro Monat je Digit, also etwa 100.000 US-Dollar im Jahr. Als Vergleichsmaßstab nennt die Präsentation einen voll belasteten Personalkostensatz von etwa 30,50 US-Dollar pro Stunde. Das ist eine Modellrechnung des Anbieters und keine Rechnung eines Kunden, aber sie zeigt, in welcher Größenordnung die Branche kalkuliert.
Zum Vergleich der Kaufweg: Lange kursierte für einen Digit ein Preis von rund 250.000 US-Dollar, der aber auf frühe Direktverkäufe zurückgeht. Die SPAC-Unterlagen von 2026 nennen für den Digit v5 etwa 200.000 US-Dollar für die Hardware, dazu 20.000 US-Dollar für die Inbetriebnahme und rund 36.000 US-Dollar jährlich für Software und Wartung. Rechnet man alle drei Posten gegen die Jahresmiete von etwa 102.000 US-Dollar, liegt der Kauf erst nach rund dreieinhalb Jahren günstiger. Bei einem Gerät, dessen Nachfolgegeneration alle 18 bis 24 Monate erscheint, ist das ein langer Zeitraum.
Auch Figure verfolgt nach eigener Darstellung einen dienstleistungsähnlichen Ansatz statt des Einzelverkaufs und setzt seine Geräte unter anderem bei BMW in Spartanburg ein. Konditionen hat das Unternehmen nicht offengelegt.
Das Abo für Privatkunden: bisher ein einziges Angebot
Für Privathaushalte gibt es bislang genau ein echtes Abomodell, und es ist in Deutschland noch nicht verfügbar. 1X bietet den NEO wahlweise für 20.000 US-Dollar zum Kauf oder für 499 US-Dollar im Monat im Abonnement an, bei einer Anzahlung von 200 US-Dollar. Ausgeliefert wird zunächst in den USA, weitere Märkte sollen ab 2027 folgen.
Die Rechnung dahinter ist bemerkenswert simpel: 499 US-Dollar über 40 Monate entsprechen ziemlich genau dem Kaufpreis. Das Abo ist also weniger ein Rabatt als eine Finanzierung mit eingebautem Rückgaberecht, und für ein Produkt in einer so frühen Entwicklungsstufe ist genau das das eigentliche Argument. Wer monatlich kündigen kann, muss nicht darauf wetten, dass das Gerät in zwei Jahren noch dem Stand der Technik entspricht.
Realistisch einordnen sollte man, was ein solches Gerät heute leistet. Ein guter Teil der beworbenen Fähigkeiten funktioniert derzeit über Teleoperation, also über einen Menschen, der aus der Ferne steuert. Was Haushaltsroboter aktuell wirklich können, haben wir im Beitrag zu humanoiden Robotern im Haushalt aufgeschlüsselt.
Mieten oder kaufen: die Rechnung
Für ein häufig gemietetes Modell lässt sich der Vergleich konkret durchrechnen. Der Unitree G1 kostet in der Basisversion bei deutschen Händlern ab etwa 25.000 Euro brutto, je nach Anbieter bis rund 28.200 Euro. Die Wochenmiete liegt bei 3.570 Euro brutto.
| Nutzungsdauer pro Jahr | Miete (brutto) | Kauf ab 25.000 Euro |
|---|---|---|
| 1 Woche | 3.570 Euro | 25.000 Euro |
| 4 Wochen | 14.280 Euro | 25.000 Euro |
| 7 Wochen | 24.990 Euro | 25.000 Euro |
| 12 Wochen | 42.840 Euro | 25.000 Euro |
Der Break-even liegt bei etwa sieben Mietwochen. Wer den Roboter seltener braucht, mietet günstiger. Wer ihn häufiger einsetzt, kauft günstiger, übernimmt dafür aber Wartung, Reparaturen, Ersatzakkus, Lagerung und den Wertverlust. Und der Wertverlust ist in diesem Markt kein Randposten: Bei jährlichen Modellwechseln und fallenden Neupreisen verliert ein Gerät schneller an Wert als klassische Maschinen.
Drei Fragen helfen bei der Entscheidung mehr als jede Tabelle:
Wie oft brauche ich das Gerät wirklich? Für einen Messeauftritt pro Jahr ist Kaufen nicht zu rechtfertigen. Für eine Hochschule, die durchgehend Versuche fährt, ist Mieten unbezahlbar.
Wer bedient und wartet? Ein gekaufter Roboter braucht jemanden im Haus, der ihn beherrscht. Bei der Miete kommt diese Kompetenz in der Regel mit.
Wie lange soll die Entscheidung tragen? Wer Technik in einem Feld bindet, das sich jährlich verändert, sollte den Ausstieg von Anfang an mitdenken. Genau das ist das stärkste Argument für die Miete.
Warum sich der Dauerbetrieb noch nicht rechnet
Die Personalkostenrechnung, mit der die Anbieter werben, sieht auf den ersten Blick überzeugend aus. Eine Arbeitsstunde kostete Unternehmen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Deutschland im Jahr 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes durchschnittlich 45,00 Euro. Im Verarbeitenden Gewerbe lag der Wert 2024 bei 48,30 Euro je Stunde und damit rund 43 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 33,70 Euro.
Rechnet man 3.570 Euro Wochenmiete auf eine 40-Stunden-Woche um, landet man bei knapp 90 Euro pro Roboterstunde. Das ist das Doppelte einer deutschen Arbeitsstunde, und dabei ist die Bedienperson noch nicht eingerechnet. Selbst bei den 8.500 US-Dollar im Monat, mit denen Agility kalkuliert, kommt man nur unter den Personalkostensatz, wenn der Roboter in Schichten läuft und nicht acht Stunden am Tag.
Genau deshalb sind die ersten wirtschaftlich tragfähigen Einsätze im Mehrschichtbetrieb entstanden, in der Logistik und in der Intralogistik. Welche Aufgaben dort heute tatsächlich übernommen werden, beschreibt unser Beitrag zu humanoiden Robotern in der Logistik.
Ein zweiter Faktor kommt hinzu, den Preislisten nicht abbilden: die Verfügbarkeit. Ein Mensch arbeitet acht Stunden am Stück. Ein humanoider Roboter braucht nach ein bis vier Stunden neue Energie, je nach Modell und Belastung. Warum das so ist und was es für die Planung bedeutet, steht im Beitrag zu Akku und Laufzeit humanoider Roboter.
Was Mietinteressenten vorab klären sollten
Fünf Punkte entscheiden in der Praxis darüber, ob eine Anmietung glattläuft.
Transport und Gewicht. Ein Humanoid wiegt je nach Baugröße zwischen etwa 35 Kilogramm bei kompakten Modellen wie dem Unitree G1 und rund 70 Kilogramm bei Geräten in voller Körpergröße. Geliefert wird im Flightcase. Ladezone, Aufzug und Türbreiten sollten vorher geprüft sein.
Stromversorgung und Ladezeiten. Wechselakkus sind nicht bei allen Modellen selbstverständlich. Ohne zweiten Akkusatz bestimmt die Ladezeit den Ablauf des Tages.
Bedienung. Klären Sie, ob ein Operator im Preis enthalten ist, ob er vom Vermieter kommt und ob er die gewünschten Abläufe vorab einrichten kann.
Versicherung und Haftung. Wer haftet bei einem Sachschaden, wer bei einem Personenschaden? Die Antwort gehört in den Mietvertrag, nicht ins Nachgespräch.
Sicherheitsabstand zum Publikum. Für humanoide Roboter existiert noch keine abgeschlossene eigene Sicherheitsnorm. Bei Veranstaltungen mit Publikum sind Absperrung und Aufsicht Pflicht, nicht Kür. Mehr dazu im Beitrag Sind humanoide Roboter sicher?
Fazit: ein Markt für Auftritte, noch nicht für Arbeit
Humanoide Roboter zu mieten ist 2026 in Deutschland unkompliziert möglich und kostet zwischen etwa 2.400 und 7.700 Euro pro Woche. Für Messen, Produktionen, Forschung und interne Erprobung ist das ein sinnvoller Weg, weil er Kapital schont und das Risiko der schnellen Veralterung beim Anbieter lässt.
Für den produktiven Dauerbetrieb tragen die Preise dagegen noch nicht. Auf die Stunde gerechnet liegt die Miete über deutschen Personalkosten, die Autonomie reicht selten für unbeaufsichtigten Betrieb, und die Laufzeit pro Akkuladung begrenzt den planbaren Einsatz zusätzlich. Das wird sich ändern, wenn die Stückzahlen steigen und die Monatsraten fallen. Der Weg dorthin führt erkennbar über RaaS-Verträge, weil sie beiden Seiten das liefern, was sie brauchen: dem Kunden eine kalkulierbare Rate, dem Hersteller Betriebsdaten und wiederkehrenden Umsatz.
Wer die Modelle mit ihren technischen Daten nebeneinander sehen will, findet sie im Vergleich aller humanoiden Roboter. Wer stattdessen über einen Kauf nachdenkt, findet die Preisklassen und Bezugswege im Kaufratgeber, und eine Übersicht der Anbieter in der Herstellerübersicht.
Quellen
Die Wochenpreise deutscher Vermieter stammen aus dem öffentlichen Onlineshop der Bipedal GmbH, Stand September 2026, inklusive Mehrwertsteuer. Die Tagesmiete und der Länderumfang der AgiBot-Plattform beruhen auf der Ankündigung des Unternehmens zum Mobile World Congress vom 2. März 2026 sowie auf Berichten von Fachmedien dazu. Die Angaben zu Botshare stützen sich auf Berichterstattung von Dezember 2025 bis Mai 2026, unter anderem der South China Morning Post und China Daily. Die RaaS-Kalkulation von Agility Robotics sowie die Kostenangaben zum Digit v5 stammen aus der Investorenpräsentation zum SPAC-Zusammenschluss vom Juni 2026. Die Arbeitskosten nennt das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung vom April 2026 (Wert für 2025) sowie im EU-Vergleich für 2024. Kaufpreise für den Unitree G1 beruhen auf Listungen deutscher Händler, Stand September 2026.
Häufige Fragen
Was kostet es, einen humanoiden Roboter zu mieten?+
In Deutschland liegen die Wochenpreise bei spezialisierten Vermietern zwischen rund 2.380 Euro für kleinere Modelle wie den Booster K1 und etwa 7.735 Euro für ein AgiBot-Modell in voller Baugröße, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Für Tagesmieten hat AgiBot im März 2026 eine eigene Plattform gestartet, die bei 899 Euro pro Tag beginnt. Transport, Bedienpersonal und Versicherung kommen in der Regel obendrauf und sind im Listenpreis nicht enthalten.
Kann man in Deutschland einen humanoiden Roboter mieten?+
Ja. Mehrere deutsche Händler vermieten humanoide Roboter wochenweise, darunter die Bipedal GmbH aus Leverkusen mit Modellen von Unitree, AgiBot und Booster Robotics. AgiBot selbst vermietet seit März 2026 über eine eigene Plattform in 17 Ländern, Deutschland eingeschlossen. Die Geräte sind allerdings praktisch durchweg für Events, Messen, Forschung und Erprobung gedacht, nicht für den produktiven Dauerbetrieb.
Was bedeutet Robot-as-a-Service?+
Robot-as-a-Service, kurz RaaS, ist ein Mietmodell, bei dem der Kunde den Roboter nicht kauft, sondern eine laufende Gebühr für seine Nutzung zahlt. Hardware, Software, Wartung und Support stecken meist im Monatspreis. Der Roboter bleibt Eigentum des Anbieters, der damit auch das Ausfallrisiko und die Ersatzteilversorgung trägt. Für den Kunden wird aus einer Investition eine laufende Betriebsausgabe.
Ab wann lohnt sich der Kauf statt der Miete?+
Bei einem Unitree G1, der bei deutschen Händlern ab etwa 25.000 Euro brutto zu haben ist und für rund 3.570 Euro pro Woche vermietet wird, ist der Kaufpreis nach ungefähr sieben Mietwochen erreicht. Wer das Gerät seltener als sieben bis acht Wochen im Jahr braucht, fährt mit der Miete günstiger. Bei kontinuierlichem Einsatz kehrt sich das Verhältnis schnell um, allerdings trägt der Käufer dann Wartung, Reparatur und Wertverlust selbst.
Gibt es humanoide Roboter im Monatsabo?+
Ein echtes Verbraucherabo bietet bisher nur 1X für den NEO an: 499 US-Dollar im Monat statt 20.000 US-Dollar Kaufpreis, zunächst nur in den USA. Im gewerblichen Bereich modelliert Agility Robotics in seiner Investorenpräsentation vom Juni 2026 rund 8.500 US-Dollar pro Monat für einen Digit. Beide Angebote sind in Deutschland derzeit nicht verfügbar.
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