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SoftBank Robotics Japan / Frankreich Produktion pausiert

SoftBank Pepper – Der emotionale Roboter

Pepper revolutionierte die soziale Robotik und den Kundenservice durch seine einzigartige Fähigkeit, menschliche Gefühle zu verstehen und darauf zu reagieren. Bis heute ein Meilenstein der Mensch-Roboter-Interaktion.

SoftBank Pepper – humanoider Serviceroboter mit Tablet auf der Brust

Entwicklung und Geschichte

Pepper wurde als Pionier der sozialen Robotik am 5. Juni 2014 in Tokio von Masayoshi Son, dem Gründer von SoftBank, vorgestellt. Entwickelt wurde der Roboter vom französischen Unternehmen Aldebaran Robotics in Zusammenarbeit mit SoftBank Mobile.

Als „weltweit erster persönlicher, zu Emotionen fähiger Roboter” konzipiert, markierte Pepper einen Meilenstein. Der Verkauf begann im Juli 2015 in Japan für 198.000 Yen (ca. 1.450 Euro) – die ersten 1.000 Einheiten waren innerhalb einer Minute ausverkauft.

Wichtige Meilensteine waren die Business-Version „Pepper for Biz” (Oktober 2015) und die internationale Expansion über Kooperationen mit Foxconn (Fertigung) und Alibaba (Vertrieb). Der Europa-Vertrieb startete im Spätsommer 2016. Seit Juni 2021 ist die Produktion pausiert.

Die Technologie dahinter

Künstliche Intelligenz & maschinelles Lernen

Pepper nutzt KI-Algorithmen für Affective Computing und Cognitive Computing. Die Software analysiert laufend Gesichtsausdrücke, Körpersprache und Sprachmuster, um emotionale Zustände zu erkennen und angemessen zu reagieren.

Sensorik & Wahrnehmung

Ein umfassendes System aus HD-Kameras, 3D-Tiefensensoren, Mikrofonen und Berührungssensoren ermöglicht es Pepper, seine Umgebung detailliert wahrzunehmen und sicher zu navigieren.

Bewegung & Aktuatorik

20 präzise Motoren steuern Peppers Bewegungen – von der omnidirektionalen Fortbewegung auf drei versteckten Rädern bis zu ausdrucksstarken Gesten mit den fünffingrigen Händen.

Kommunikation & Interface

Das NAOqi OS kombiniert Spracherkennung, natürliche Sprachverarbeitung und einen 10,1-Zoll-Touchscreen für multimodale Interaktion.

Aktueller Status und Zukunftsausblick

Status: Im Juni 2021 pausierte SoftBank die Produktion aufgrund geringer Nachfrage. Bis dahin entstanden bei Foxconn rund 27.000 Einheiten. Aldebaran Robotics meldete im Februar 2025 Insolvenz an; die Rechte an Pepper und NAO gingen an das chinesische Unternehmen Maxvision über.

Bestehende Installationen: Trotz pausierter Produktion sind weltweit noch tausende Pepper im Einsatz – besonders in Japan, aber auch in Europa und den USA, in Geschäften, Hotels, Pflegeheimen und Bildungseinrichtungen.

Ausblick: Pepper bleibt ein wichtiger Meilenstein. Seine Pionierarbeit in Emotionserkennung und Mensch-Roboter-Interaktion legte den Grundstein für die aktuelle Generation humanoider Roboter. Neue Entwicklungen wie ChatGPT-Integration zeigen, dass bestehende Geräte weiter modernisiert werden können.

Peppers Vermächtnis

Als erster kommerziell erfolgreicher emotionaler Roboter ebnete Pepper den Weg für heutige Humanoide wie Tesla Optimus oder Unitree G1. Seine Konzepte der sozialen Robotik finden sich in vielen modernen Entwicklungen wieder.

Fähigkeiten & Anwendungsbereiche

🧠

Emotionserkennung

Erkennt über Mimik, Gestik und Stimme menschliche Emotionen und reagiert situativ darauf.

👥

Soziale Interaktion

Gesichtserkennung zur Personenidentifikation und natürliche Konversation in bis zu 20 Sprachen.

🏪

Kundenservice

Empfangsroboter in Verkaufsräumen, Banken, Hotels und Flughäfen für Information und Unterhaltung.

🎓

Bildung & Forschung

Lehr- und Forschungsplattform für Mensch-Roboter-Interaktion an Schulen und Universitäten.

🏥

Gesundheitswesen

Therapeutische Anwendungen in Altenpflege und Rehabilitation durch emotionale Unterstützung.

🏢

Büroumgebung

Assistenz bei Besprechungen und Präsentationen sowie als interaktiver Infopunkt.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Pepper noch kaufen?+

Seit Juni 2021 ist die Produktion pausiert. Neue Einheiten sind nicht mehr direkt von SoftBank erhältlich. Gebrauchte Pepper-Roboter gibt es über Händler oder Leasing. 2021 lag der Preis je nach Service-Paket zwischen 17.000 und 35.000 Euro.

Wie funktioniert Peppers Emotionserkennung?+

Pepper kombiniert Gesichtserkennung, Sprachanalyse und Körpersprache-Erkennung. HD-Kameras analysieren Mimik, Mikrofone erfassen Tonfall und Lautstärke, Sensoren registrieren Gestik. KI-Algorithmen werten diese Daten aus, um Emotionen wie Freude, Trauer oder Stress zu erkennen.

In welchen Bereichen wird Pepper eingesetzt?+

In Einzelhandel und Kundenservice, Bildung und Forschung, Gesundheitswesen und Altenpflege, Hotels und Tourismus sowie auf Messen und Events – besonders als Empfangsroboter und Informationspunkt.

Welche Sprachen spricht Pepper?+

Pepper kommuniziert in bis zu 20 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch und Chinesisch. Der Sprachumfang variiert je nach Region und Software-Version.

Wie lange hält Peppers Akku?+

Der Li-Ionen-Akku (30 Ah / 795 Wh) ermöglicht rund 12 Stunden Betrieb. Die reale Laufzeit hängt vom Aktivitätslevel ab. Bei niedrigem Ladestand kehrt Pepper autonom zur Ladestation zurück.

Was unterscheidet Pepper von anderen Robotern?+

Pepper war der weltweit erste kommerziell verfügbare Roboter mit Emotionserkennung. Anders als Industrieroboter ist er für die Interaktion mit Menschen konzipiert – mit sozialen Fähigkeiten, intuitiver Tablet-Bedienung und ausdrucksstarker Gestik.

Ist Pepper sicher im Umgang mit Menschen?+

Ja. Stoßfängersensoren, Sonar und Laserscanner verhindern Kollisionen, die begrenzte Geschwindigkeit von 3 km/h und das geringe Gewicht von 28 kg minimieren das Verletzungsrisiko. Berührungssensoren erkennen physische Interaktionen.

Kann Pepper programmiert werden?+

Ja. Pepper läuft auf NAOqi OS und lässt sich über Python, C++ und JavaScript erweitern. Es gibt eine aktive Entwicklergemeinschaft, einen App-Store und visuelle Programmiertools auch für Nicht-Programmierer.

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